13. März 2023 |

Phil Joe La Monica

EIN GUTER PIZZATEIG BRAUCHT SEINE ZEIT

18 Monate Ausbildung und viele Jahre Erfahrung in internationalen Küchen hat Phil Joe La Monica, den seine Kolleg*innen nur Phil rufen, mit nach Schopfheim gebracht. Dort ist der 32-Jährige in seinem Element und kreiert jeden Tag Pizzen für hungrige Kunden und Liebhaber*innen italienischer Küche. Dass er in einem Supermarkt und nicht in einem Restaurant arbeitet, empfindet der gelernte Pizzaiolo und gebürtige Sizilianer als echten Pluspunkt, sagt er in seiner Muttersprache, in der er sich wohler fühlt.

Seit wann sind Sie Teil von HIEBER? Ich bin im Herbst 2021 nach Deutschland gekommen, um hier in einem Restaurant als Pizzabäcker – also Pizzaiolo – zu arbeiten. Das hat aber nicht gepasst, so dass ich da nicht bleiben wollte. Bei einem Einkauf im HIEBER im LÖ, wo ja auch Pizza gebacken und verkauft wird, habe ich an der Theke gefragt, ob sie einen Pizzabäcker bräuchten, und schon im Dezember 2021 hatte ich meinen ersten Tag in Schopfheim. 

Warum Supermarkt statt Restaurant? Die Arbeit hier im HIEBER in Schopfheim hat aus meiner Sicht viele Vorteile, und das nicht nur, weil wir an der Theke ein gutes Team sind. Anders als in einem Restaurant habe ich sonntags sowie an Feiertagen frei und muss generell abends nicht arbeiten. Ich habe feste Arbeitszeiten. Das empfinde ich als großen Bonus. Da meine Frau auch bei HIEBER arbeitet – sie ist in Lörrach an der Backwarentheke – passt das perfekt.

Sie sind gelernter Pizzabäcker?
Ja. Das ist eine 18-monatige Ausbildung, die mit einer Prüfung abgeschlossen und mit einem Zertifikat belegt wird. Die habe ich in Sizilien gemacht. Später bin ich dann nach Spanien gegangen.

Wo haben Sie vor Ihrer Zeit in Deutschland gearbeitet? Ich war viele Jahre in Madrid beschäftigt, wo ich meine Frau kennengelernt habe. Sie ist Kolumbianerin, und daher sind wir nach Kolumbien gezogen, wo ich dann auch mehrere Jahre gearbeitet habe. Dann kam das Angebot aus Deutschland, und wir sind im Herbst 2021 zusammen ins Markgräflerland gekommen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? In der Regel beginnt er um 8 Uhr, es sei denn, ich muss in der Bäckerei aushelfen. Dann fange ich um 6 Uhr an und unterstütze meine Kolleg*innen bei den Vorbereitungen. Ab 8 Uhr bearbeite ich meine Teige, mache die Saucen, bereite die Zutaten vor und lege los. In unserem Sortiment gibt es vier Standard-Pizzen: mit Salami, mit Schinken, mit Gemüse und die klassische Pizza Margherita. Dazu kommen dann – je nach Saison oder Wochentag – Pizzen mit Lachs, Pilzen oder die Pizza Hawaii, obwohl das für mich als Italiener eine echte Katastrophe ist. Das geht gar nicht. Ich würde sie nicht essen wollen, aber meine Frau isst sie zum Beispiel auch sehr gern. 

Was ist das Wichtigste für eine gute Pizza? Der Teig. Für den braucht es gute Zutaten und vor allem Zeit. Er sollte mindestens einen Tag ruhen, bevor er weiterverarbeitet wird. Wenn der Boden schmeckt, ist das mehr als die halbe Miete.

Gibt es eine Geheimzutat, oder gibt es alles, was Sie brauchen, bei HIEBER? Alles, was ich für meine Pizzen – egal ob Boden oder Belag – benötige, finde ich bei uns im Laden. Da gibt es keine geheime Zutat.

Wie viele Pizzen backen Sie an einem normalen Tag? Weniger als 25 sind es bisher noch nie gewesen. Die Pizzen werden geachtelt und in Stücken verkauft. Und das Schöne ist: Die Teller sind danach fast immer leer, es bleibt nichts übrig. Das freut mich natürlich – und ich sehe das als Würdigung meiner Arbeit.

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