GUTEDEL GENUSS

IM GESPRÄCH MIT MARKUS BÜCHIN
Winzer und Gutedelspezialist aus Schliengen 

Der „Kracher“  –  Wein aus dem Markgräflerland

Vor ungefähr 250 Jahren ließ der Markgraf von Baden die ersten Rebstöcke mit Gutedel-Trauben im seinem Herrschaftsgebiet anbauen. Was damals eher ein Versuch war, ist heute eine Erfolgsgeschichte: „Gutedel ist die mit Abstand stärkste Traube im Markgräflerland und macht fast die Hälfte aller Reben aus.“ Das sagt Markus Büchin, Vorsitzender des Vereins Markgräfler Wein und Gründer des Weinguts Büchin in Schliengen. 

Für den Winzer ist sie aus vielen Gründen „die perfekte Traube für unsere Region“. Zum einen passt sie optimal zum Klima, „weil sie Wärme und hohe Temperaturen gut verträgt“. Zum anderen hat der Weißwein wenig Säure, wodurch er sehr bekömmlich ist, und passt geschmacklich zu nahezu allem. „Der macht alles mit“, schwärmt der Experte, „ganz gleich ob zu Nudelgerichten, zu Fisch oder gerade jetzt zu Spargel.“ Das Schöne: Der Gutedel ist auch ohne Begleitung durch Speisen eine Empfehlung. Büchin: „Es ist einfach ein Wein wie das Markgräflerland – sympathisch und für alles offen!“

Seinen Namen – Gutedel – trägt der Wein allerdings nur in Deutschland. In Frankreich und der französischsprachigen Schweiz heißt er Chasselas, in den anderen Landesteilen dagegen Fendant. „Als er im 18. Jahrhundert aus der Schweiz in Baden eingeführt wurde, hieß er noch Kracher, weil seine Trauben so knackig sind.“ Seine Wurzeln soll der Gutedel im alten Ägypten haben. „Vielleicht hat Cleopatra gar nicht in Eselsmilch, sondern in Gutedel gebadet“, sagt Büchin mit einem Lächeln über die wegen ihrer Schönheit bekannte Kaiserin.  

Heute hat der Gutedel seine Wurzeln vor allem im Markgräflerland. „Das ist die Hauptdomäne“, erläutert Markus Büchin. Allerdings schätzen auch Winzer in der Schweiz, im Elsass, in Ungarn, im Weingebiet Saale-Unstrut und selbst in Kanada den „Kracher“.  


GUTEDEL-CUP-SIEGER IM HIEBER REGAL

Ein Höhepunkt im Markgräfler-Weinjahr ist zweifellos der Gutedel-Cup. Bei diesem renommierten Weinfestival kommen Winzer, Kenner und Weinliebhaber zusammen, um die besten Gutedel-Weine der Region zu verkosten und zu feiern. Der Gutedel-Cup ist nicht nur eine Gelegenheit, um die Vielfalt und Qualität der lokalen Weine zu würdigen, sondern auch ein geselliges Ereignis, das die Gemeinschaft zusammenbringt. 

Auch in diesem Jahr fand am Donnerstag, den 25. April 2024 die feierliche Verleihung des Gutedel-Cups traditionell im Kur- und Festspielhaus Badenweiler statt. Bei der internationalen Prämierung wurden die besten Gutedel-Weine der Jahrgänge 2022 und 2023 aus dem Markgräflerland, der Region Saale-Unstrut sowie aus schweizerischen Anbaugebieten ausgezeichnet.

KATEGORIE
GUTEDEL (TROCKEN)

Platz 2. Auggener Gutedel
Winzerkeller Auggener Schäf

Der Gutedel ist ein unkomplizierter, frischer und bekömmlicher Wein. Der Geschmack ist geprägt von reifen Limonen, Apfel, Birne und einer gewissen Nussaromatik. Eine lebhaft junge Fruchtigkeit bereichert das Geschmackserlebnis.


KATEGORIE
„STILISTIK“ INTERNATIONAL (TROCKEN)

Platz 1. Chasselas Exklusiv
Haltinger Winzer

Feines Barrique-Aroma begleitet von reifen gelben Früchten und Anflügen von Honig. Kräftig am Gaumen mit nussigen Aromen. Geschmeidig und vielschichtig im Abgang. Ideal zu Fisch und hellem Fleisch.

Platz 2. Arenit Chasselas

Pfaffenweiler Weinhaus

Die Cuvée betört mit Aromen von Apfel, Birne und Quitte. Am Gaumen füllig und cremig, mit einem feinen leichten Abgang. Ideal zu Fondue, Käse und Fischgerichten.


KATEGORIE
LEICHTE GUTEDEL (TROCKEN)

Platz 1. Auggener Kabinett
Winzerkeller Auggener Schäf

Der Gutedel ist ein unkomplizierter und sehr frisch-fruchtiger Wein. Der Geschmack ist geprägt von reifen Limonen, Apfel, Birne und einer gewissen Nussaromatik. Eine lebhaft junge Fruchtigkeit bereichert das Geschmackserlebnis. Passt zu leichten Vorspeisen, hellem Fleisch, frischem Spargel.

Platz 2. Gutedel Kabinett
Wein- und Sektgut Schweigler, Binzen

Dieser Gutedel offenbart eine komplexe Aromenpalette, die typisch für die Rebsorte ist. In der Nase präsentieren sich deutlich erkennbare Noten von Steinobst wie Pfirsich sowie reife Apfel- und Birnenaromen. Am Gaumen vereint er süße Frucht mit mineralischer Note und bietet einen langen Abgang. Ideal zu Vorspeisen, hellem Fleisch, Fisch, Geflügel und Salaten.


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