13. Januar 2024 |

LEBEN + WOHNEN LÖRRACH STIFTUNGSPREISTRÄGER 2022

Dienstleister für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung im Landkreis Lörrach

Menschen mit Behinderungen haben es generell schwieriger im Alltag: Nicht nur, dass Innenstädte oder Gebäude selten komplett barrierefrei sind, vor allem die persönlichen Einschränkungen erlauben oft keine Teilhabe am öffentlichen Leben. Ohne menschliche Hilfe ist ein Einkauf oder ein Spaziergang entlang der Wiese oder im Park kaum machbar. Die in Lörrach beheimatete, gemeinnützige „leben + wohnen gGmbH“ bietet genau diese Möglichkeiten unter dem offiziellen Begriff „Eingliederungshilfe“ an. Zum einen gibt es dort 25 Wohneinheiten für Menschen mit Behinderungen, zum anderen bietet sie allen Menschen mit Handicap im Landkreis Freizeitangebote sowie darüber hinaus auch individuelle Hilfe bei Einkauf und Co an. Möglich gemacht werden diese „Offenen Hilfen“ vor allem durch das Engagement von ehrenamtlichen Aktiven sowie finanziellen Zuwendungen, beschreibt es Marcel Meier vom Leitungsteam der Einrichtung. 

„Leben und Wohnen“ – die beiden Begriffe umschreiben den Kern der Institution. „Wir schaffen für Menschen mit Behinderung ein bereicherndes Wohn- und Lebensumfeld, unterstützen sie in einer eigenständigen und selbstbestimmten Lebensführung und fördern ihre individuelle Persönlichkeitsentwicklung“, heißt es in der Eigendarstellung. Betreut werden dabei nicht allein die 25 Menschen, die in der Einrichtung in direkter Nähe der Wiese wohnen, sondern auch viele, die im häuslichen Umfeld gepflegt oder betreut werden. „Wir bieten unterschiedliche Angebote für das komplette Altersspektrum an“, erläutert Marcel Meier: von Kindergartenkindern bis zu Senioren. 

Dabei nehmen die sogenannten Offenen Hilfen einen besonderen Raum ein. Denn mit ihnen eröffnen sich dem Klientel neue Perspektiven, so Marcel Meier: „Mit den Freizeitgruppen, Kursen und Workshops sowie den Ferienprogrammen oder Ausflügen bieten die Offenen Hilfen die Gelegenheit, etwas gemeinsam zu erleben.“ Die Aktivitäten sind auf die Belange der betreuten Menschen ausgerichtet. „Wir haben verschiedene Konzerte sowie Musicals besucht, waren im Stadion des SC Freiburg und haben die Studios des SWR in Baden-Baden erkundet“, zählt Meier einige Höhepunkte auf. Ziele im Umkreis von einer Stunde Fahrt sind relativ einfach zu stemmen: „Zur reinen Fahrtzeit kommen immer noch die Vor- und Nachbereitung hinzu – etwa das Sichern der Rollis oder schon das Abholen. Und wir müssen natürlich sicher sein, dass es am Zielort alle notwendigen Einrichtungen für uns und unsere Klienten gibt.“

Die Offenen Hilfen sorgen nicht nur für ein bisschen mehr an Leben und Freude, sie tragen auch zu einer Aktivierung bei. „Unser Ziel ist es nicht nur, unsere Klienten zu pflegen und zu versorgen, sondern ihnen Impulse und Anregungen zu geben.“ Ohne Zuwendungen wie durch die HIEBER Stiftung wäre das nicht machbar. „Solche eher freizeitlichen Leistungen sind kein Teil der Grundfinanzierung. Umso mehr freuen wir uns über die Unterstützung von HIEBER.“



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