2. Januar 2026 | Im Gespräch mit
Wintergemüse bringt Geschmack auf den Teller
IM GESPRÄCH MIT HEIDI TARTAGLIA – MENTORIN OBST UND GEMÜSE
Der Winter bringt nicht nur Schnee und Eis, sondern auch wunderbare Gemüsesorten mit sich. Jetzt ist die Zeit für verschiedene Kohlsorten, von Weißkohl über Rosenkohl und den Cima di Rapa bis hin zu Pak Choi, aber auch für Spinat, Mangold und Blumenkohl sowie Kartoffeln. Der Tisch ist also reich gedeckt, und die Auswahl bei uns im HIEBER verspricht genussreiche Tage.
Das Beste: Viele Gerichte mit Gemüse sind nicht nur schnell zubereitet, schmecken und tun uns gut. Nehmen wir mal den Cima di Rapa, auf Deutsch Stängelkohl. Er wird auch Broccoli raab genannt und ist, der Name verrät es, ein enger Verwandter des Brokkoli. Er ist allerdings in Deutschland nicht so bekannt. Der Cima di Rapa ist reich an Mineralstoffen, Karotin und Vitamin C, hat aber nur wenige Kalorien. In weniger als 15 Minuten zaubern Sie mit ihm als Hauptzutat ein wunderbares Gericht. Sie brauchen nur noch Zwiebeln, Öl, Wasser und Öhrchennudeln. Die heißen im Original Orecchiette und sind eine klassische Pastavariante.
Zuerst reinigen Sie den Stängelkohl im lauwarmen Wasser und lassen ihn danach darin zwei, drei Minuten ruhen. Wem der Cima die Rapa zu bitter ist, der nutzt dafür einfach Salzwasser. Dann wird er in mundgerechte Stücke geschnitten und zusammen mit den klein geschnittenen Zwiebeln in Öl für wenige Minuten gedünstet. Wer mag, der würzt mit Pfeffer und Salz. Ich verzichte da meist drauf, mir reichen die Aromen, die in den Zutaten enthalten sind. Die Orecchiette brauchen nur wenige Minuten, bis sie fertig sind – und schon ist die Mahlzeit auf dem Tisch.
Manchmal werde ich gefragt, ob man auch andere Pasta verwenden kann. Für mich passt da keine andere. Orecchiette und Cima di Rapa gehören zusammen, wie Spaghetti bei Spaghetti Carbonara. Das hat mit dem Geschmack, aber auch mit dem Mundgefühl zu tun. Übrigens: Wem Cima di Rapa zu bitter schmeckt, der kann stattdessen Mangold nehmen. Das ist auch eine gute Kombination.
Ich finde es schön, mir Zeit fürs Kochen zu nehmen. Im Winter geht das besonders gut. Noch mehr Spaß macht es natürlich, wenn man nicht allein in der Küche steht, sondern gemeinsam mit dem Partner, den Kindern oder guten Freunden werkelt. Dann schmeckt es hinter mindestens doppelt so gut. Versprochen!
Probieren Sie, wie der Winter schmecken kann – Sie werden positiv überrascht sein.
Lassen Sie es sich gutgehen!
Ihre
Heidi Tartaglia





