5. September 2022 |

Anna Palaja

DAS ADLERAUGE FÜR FRISCHE QUALITÄT

Anna Palaja hat in diesem Jahr den Goldenen Apfel für Ihre Abteilung im Markt in Nollingen erhalten. Die Auszeichnung hat sie sich durch ihren besonderen Anspruch und
einmaligen Blick für Frische verdient. Ihre Familie baut in Italien selbst viele verschiedene Sorten an, wodurch sie schon früh zur Spezialistin geworden ist.

Warum gehören Sie in die Abteilung Obst und Gemüse? Der Umgang mit Obst und Gemüse liegt mir im Blut. Meine Familie stammt aus der Region Kalabrien in Italien und wir haben dort große Plantagen, auf denen wir vieles selbst anbauen. Durch meinen Vater habe ich einen eigenen Professor für die Thematik in der Familie. Ich liebe die Vielseitigkeit und das Wechselhafte von Obst und Gemüse und seine Individualität
durch die Jahreszeiten.

Welchen Anspruch haben Sie dadurch an Frischequalität? Jeden Morgen starte ich um fünf Uhr strukturiert in den Tag und kontrolliere die Ware, die angeliefert wird. Ich habe hohe Ansprüche an die Abteilung und an mich selbst, sodass ich Produkte zurückgehen lasse, wenn sie nicht frisch genug sind. Die Qualität muss einfach stimmen. Durch die Wetterbedingungen und den Krieg können wir das leider gerade nicht ändern. Aber wenn die Ware nicht einwandfrei ist, geht sie zurück – finito. Da mache ich keine halben Sachen.

Sie haben also einen besonderen Blick für Frische. Wie erkennen Sie diese so schnell? Das Auge lernt mit der Zeit und wird immer präziser. Ein Blick von mir reicht aus, um zu sehen, ob ein Produkt alt ist oder zum Beispiel schon länger im Lager stand. Wenn ich einen Eisbergsalat in die Hand nehme, merke ich, wenn er älter als einen Tag ist. Auch wenn die Tomaten aus Italien einen viel zu langen Transportweg hinter sich haben oder zu großen Temperaturunterschieden ausgesetzt waren, fällt mir das direkt auf.

Bringen Sie dieses Feingefühl auch Ihren Azubis bei? Man muss sich in die Materie einarbeiten und bereit sein, Fachwissen zu erlernen. Mir hat mein Vater fast alles beigebracht. Dieses Wissen gebe ich gerne an die Azubis weiter. Aber die verfluchen mich immer mit den Worten „Anuschka, du siehst immer alles“ (lacht). Anuschka ist mein Spitzname im Markt. Ich bin pingelig, ich sehe alles. 

Welches ist Ihr liebstes Saisonprodukt? Wie bereiten Sie dieses zu? Ich liebe die Spargelsaison, aber als Italienerin bevorzuge ich den grünen Spargel. Die Kunden schätzen daran, dass ich zu diesem immer sehr gute Tipps für die Zubereitung geben kann, weil das nicht so bekannt ist. Mit grünem Spargel kann man so viel machen: Man kann ihn grillen, schön mit Nudeln servieren, mit Knoblauch und Zwiebeln anbraten und Cocktailtomaten dazugeben und vieles mehr. Genauso sehr mag ich aber auch die Zitrusfrüchte-Saison. Was hat es mit den Zitrusfrüchten auf sich? Ich bevorzuge die südländischen italienischen Zitrusfrüchte wie Tarocco Orangen, Blutorangen oder Cedri. Italienische Grapefruits und Mandarinen lasse ich mir immer von meiner Familie zukommen. Aus den Zitrusfrüchten stelle ich meinen eigenen Limoncello und Orancello im Dezember und Januar her. Zu dieser Zeit haben die Früchte den besten Geschmack. Häufig fragen mich die Kunden auch nach dem Rezept.

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