12. September 2023 |

Raphaël Schmitt

ÜBER PARIS UND DIE CHAMPAGNE NACH BAD KROZINGEN

STECKBRIEF

Raphaël Schmitt
54 Jahre alt, aus Volgelsheim (F)

HIEBER Bad Krozingen
Weinberater
Seit 2019 bei HIEBER

HOBBYS
Musik, Singen und Wanderungen

Mehr als 20 Jahre hat sich Raphaël Schmitt beruflich mit der klassischen Musik auseinandergesetzt, dann wagte er den Schnitt. Heute steht der gebürtige Elsässer in der Weinabteilung bei HIEBER und berät dort mit Erfahrungen aus erster Hand. „Wenn ich etwas mache, dann richtig“, sagt er über sich. Und das meint der 54-Jährige nicht nur beruflich. Dafür hat er einen langen Atem, den er bei mehrtägigen Wanderungen und durch das Singen trainiert.

Seit wann sind Sie Teil von HIEBER? Im März 2019 habe ich in der Weinabteilung als Berater begonnen. Seitdem mache ich das – und es macht mir viel Spaß!

Sie haben Musik studiert. Wie kommen Sie da zum Wein? Ich habe nach dem Studium nicht nur aktiv musiziert und in Chören gesungen, sondern auch im Verkauf gearbeitet. Ich habe bei der FNAC (damals einer Art Kulturkaufhaus) gearbeitet und war dort verantwortlich für die Abteilungen Klassik, Jazz und Weltmusik. Später habe ich bei der Eröffnung von zwei FNAC-Läden geholfen. Das war auch schön, aber irgendwann wollte ich etwas anderes machen. Wein hat mich immer interessiert. Und da habe ich eine Ausbildung zum Winzer begonnen.

Vom Geschäftsmann zum Azubi? Ja. Ich habe zwei Jahre im Elsass gelernt und im Anschluss noch ein Jahr dort gearbeitet. Das hat mich nur bedingt zufriedengestellt, so dass ich danach eine einmonatige Ausbildung zum Weinberater in Paris absolviert habe. Zusätzlich war ich in Reims, um das Thema Champagner von Grund auf zu lernen.

Das war sicher spannend? Ich habe sehr viel mitnehmen dürfen, sehr viel gelernt. Ich habe mir dann – gemeinsam mit meiner Frau – überlegt, wie es weitergehen kann und die Filiale einer Ladenkette für Wein in Nancy übernommen. Das war aber nichts, weil es auf Dauer mit dem Familienleben nicht vereinbar war. Nancy liegt einfach zu weit weg vom Elsass, wo wir zu Hause sind. Und dann habe ich die Stellenanzeige von HIEBER gesehen. Sie haben jemanden für die Weinabteilung in Bad Krozingen gesucht. Das ist nicht weit, da habe ich mich beworben.

Ist Ihnen der Sprung schwergefallen? Anfangs war ich schon skeptisch. „Supermärkte sind eher nicht meine Welt“, war ein Gedanke. Doch das ist längst vergessen. Bei der Beratung geht es um Wein, nicht darum, wo sie geschieht, und das Sortiment in der Weinabteilung bei HIEBER ist sehr, sehr gut. Das sage ich als Winzer und Weinberater. Wir haben wunderbare Rotweine aus deutschen Regionen, aus Frankreich oder Italien. Gleiches gilt für Weißweine, für Sekt und Co.

Mit welchem Anspruch gehen Sie in eine Beratung? Ich möchte, dass die Kundin oder der Kunde den passenden Wein erhält. Welcher das ist, hängt von vielen Faktoren ab, die wir im Gespräch gemeinsam herausfinden. Das Schöne ist, dass wir in jeder Preislage einen besonderen Wein anbieten können. In unserer Schatzkammer lagern Flaschen, die 150 Euro und mehr kosten. Es gibt aber auch tolle Produkte, die bei knapp zehn oder 20 Euro liegen.

Wie tanken Sie Kraft fürs Berufsleben? Ich mag lange Wanderungen. Früher war ich meist allein unterwegs – ich bin durch ganz Frankreich gewandert, auch durch weite Teile Nordafrikas über mehrere Wochen. Mittlerweile gehen meine Frau und ich zusammen los. Mindestens eine Woche sind wir dann unterwegs, zum Beispiel durch die Alpen und Vogesen. Je länger, je lieber: Einfach den Rucksack packen, den Schlüssel zu Hause lassen und los. Außerdem musizieren und singen meine Frau und ich gern zusammen.

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